Arbeitsschutz

FFP2 vs. FFP3 Masken: Unterschiede, Schutzklassen & Einsatzgebiete

Was unterscheidet FFP2- von FFP3-Masken? Erfahren Sie alles über Schutzklassen, Filterleistung und die richtige Auswahl für Ihren Arbeitsbereich.

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Thomas Müller
GO Supply Redaktion
FFP2 vs. FFP3 Masken: Unterschiede, Schutzklassen & Einsatzgebiete

Schutzklassen im Überblick: FFP1, FFP2 und FFP3

Atemschutzmasken werden in Europa nach der Norm EN 149 in drei Schutzklassen eingeteilt: FFP1, FFP2 und FFP3. Die Abkürzung FFP steht für Filtering Face Piece. Jede Klasse bietet einen unterschiedlichen Grad an Schutz vor Partikeln, Aerosolen und Schadstoffen in der Atemluft. Während FFP1-Masken mindestens 80 Prozent der Partikel filtern, erreichen FFP2-Masken eine Filterleistung von mindestens 94 Prozent und FFP3-Masken von mindestens 99 Prozent.

FFP2-Masken: Schutz und Einsatzgebiete

FFP2-Masken bieten zuverlässigen Schutz gegen feste und flüssige gesundheitsschädliche Partikel. Sie kommen häufig in folgenden Bereichen zum Einsatz:

  • Medizinische Einrichtungen und Pflegeheime (Infektionsschutz)
  • Bauwesen und Handwerk (Staubschutz bei Schleif- und Sägearbeiten)
  • Lebensmittelindustrie und Reinräume
  • Allgemeiner Arbeitsschutz bei erhöhter Feinstaubbelastung

FFP2-Masken sind der gängige Standard für den professionellen Einsatz, wenn keine hochgiftigen oder krebserzeugenden Stoffe vorhanden sind. Sie bieten ein gutes Gleichgewicht zwischen Schutzleistung und Tragekomfort.

FFP3-Masken: Maximaler Schutz für Hochrisikobereiche

FFP3-Masken bieten die höchste Schutzklasse und filtern mindestens 99 Prozent aller Partikel. Sie sind vorgeschrieben beim Umgang mit krebserzeugenden, radioaktiven oder hochinfektiösen Stoffen, beispielsweise bei der Asbestsanierung, im Umgang mit Tuberkulose-Patienten oder bei Laborarbeiten mit gefährlichen Erregern. Aufgrund der höheren Filterleistung ist der Atemwiderstand höher, was den Tragekomfort bei längeren Einsätzen beeinflusst.

Richtige Auswahl: Welche Maske für welchen Einsatz?

Die Wahl zwischen FFP2 und FFP3 hängt vom konkreten Gefahrstoff und der Arbeitsplatzkonzentration ab. Erstellen Sie eine Gefährdungsbeurteilung gemäß der DGUV und wählen Sie die Schutzklasse entsprechend der ermittelten Exposition. Achten Sie zudem auf CE-Kennzeichnung, korrekte Passform und ob ein Ausatemventil benötigt wird. Masken mit Ventil erhöhen den Tragekomfort, sind aber für den Fremdschutz nicht geeignet.

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